Die Geschichte von Picandine – von der Revolution zum milden Käse

Die Geschichte von Picandine beginnt mit drei revolutionsbegeisterten jungen Leuten, die sich bei den Maidemonstrationen im Jahr 1968 in Paris kennenlernten. Die beiden Lacourt-Brüder und Risser fassten damals den Entschluss, aus dem bürgerlichen Leben auszusteigen, um im Périgord Ziegen zu züchten und Käse herzustellen. Zunächst getrennt voneinander arbeitend, schlossen sich die Lacourt-Brüder und Risser schließlich zusammen
und errichteten eine kleine Käserei neben ihrem Hof. Das Unternehmen Picandine war geboren. Dort begann der Siegeszug der kleinen Ziegentaler, die sich im Laufe von 20 Jahren zu einem immer größeren Erfolg entwickelten: Heute ist Picandou die meistverkaufte Ziegenkäsespezialität in Deutschland.

Das unverwechselbare Logo von Picandine geht übrigens auf Philippe Lacourt zurück. Dieser hatte in Paris Kunst studiert und schon früh damit begonnen, seine Käseschachteln mit Zeichnungen von Ziegenköpfen zu verzieren. Heute steht dieses Markenzeichen weltweit für feinste Ziegenkäsespezialitäten aus dem Périgord.

Die Genießer-Region Périgord – die Heimat von Picandine

Picandine stammt aus dem Périgord, der Genießer-Region im Südwesten Frankreichs. Berühmt ist das Périgord für seine atemberaubende Natur, sein reiches historisches Erbe und für seine gastronomischen Spezialitäten wie schwarze Trüffel, Gänseleber, Walnüsse, Wild und natürlich feinster Ziegenkäse. Das Périgord erstreckt sich mit 100 km Durchmesser rund um die Haupstadt Périgueux.

Unterteilt wird diese facettenreiche Region in vier Gegenden, die jeweils mit einer charakteristischen Farbe bezeichnet werden.

Das Weiße Périgord bildet das Zentrum rund um die Hauptstadt Périgueux und den Fluss Isle. Der Name leitet sich von den weißen Kalksteinfelsen und hellen Getreidefeldern ab. Inmitten dieser fruchtbaren Landschaft stellt die Käserei Picandine ihre Ziegenkäsespezialitäten her.

Das Schwarze Périgord im Südosten verdankt seinen Namen den dichten, dunklen Eichen- und Pinienwäldern. Im Tal der Vézère befinden sich einige der bedeutendsten prähistorischen Fundstätten Europas.

Im Norden liegt das Grüne Périgord mit seinem feuchteren, raueren Klima. Die grüne, waldreiche und hügelige Landschaft wird von unzähligen Flüssen und Bächen durchzogen.

Das Purpurne Périgord im Südwesten rund um die Stadt Bergerac ist geprägt vom Weinbau und den befestigten Dörfern, Bastides genannt. Zu den 13 AOC Weinbaugebieten der Gegend gehören so klangvolle Namen wie Monbazillac, Pécharmant oder Montravel.

Das Périgord ist ein Paradies für Naturgenießer und Sportbegeisterte. Ein dichtes Netz von Wanderwegen durchzieht die gesamte Region. Und die zahlreichen Flüsse laden zum Kajak- oder Kanu-Fahren durch wunderschöne Landschaften ein.

Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten des Périgord gehören rund 1.500 Burgen, Schlösser und Herrenhäuser, darunter so imposante Bauwerke wie die Burgen von Beynac und Castelnac. Letztere ist die meist besuchte Burg im Süden Frankreichs. Das Schloss Marqueyssac verzaubert mit seinen „hängenden Gärten“, einer der schönsten Parkanlagen des Landes. Einzigartig sind auch die vielen traditionellen Dörfer und Städte, so wie Sarlat mit seiner liebevoll renovierten Altstadt oder das befestigte Domme, auf einem Felsen hoch über der Dordogne.

Sie sehen, das Périgord ist mehr als eine Reise wert.